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| | 10. Dezember
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Der Fernsehrat genehmigt auf seiner Sitzung in Mainz den Haushalt für das Jahr 2005. Obwohl die Finanzdecke aufgrund der niedrigen Gebührenanhebung in der neuen Gebührenperiode (2005 bis 2008) knapper wird, wird das ZDF den Haushalt bis 2008 konsolidieren. Der Haushaltsplan 2005 basiert auf dem Gebührenbeschluss der Ministerpräsidenten vom Oktober 2004. Intendant Markus Schächter sieht dennoch das ZDF in der öffentlichen Diskussion um die Grundlagen des dualen Rundfunksystems in einer guten Ausgangsposition. Vielfalt, Verlässlichkeit, Ausgewogenheit und Dauerhaftigkeit in der Berichterstattung sind die Kernkompetenzen, die nicht nur die Zuschauer honorierten, so der Intendant. Dies habe die Vergabe der Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele 2010 und 2012 einmal mehr gezeigt.
»Europäisches Wettbewerbsrecht muss den Auftrag öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten beachten und darf nicht zu einer einseitigen Begünstigung kommerzieller Sender führen.« Mit diesem Plädoyer reagiert der Intendant auf die Beschwerden von privaten Fernsehveranstaltern aus Deutschland in Brüssel gegen den Erwerb der Übertragungsrechte an den Olympischen Spielen 2010 und 2012 durch die Europäische Rundfunkunion (EBU). Schon heute stellten die Zugeständnisse über die Weitergabe von Sportrechten an die Privatsender eine Benachteiligung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dar, weil den kommerziellen Sendern entsprechende programmliche und finanzielle Belastungen nicht aufgegeben würden. Nur ein funktionierender Sportrechteerwerb der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sei ein Garant für wirksamen Wettbewerb und garantiere, »dass bestimmte Sportrechte nicht exklusiv zum Nachteil des Zuschauers im Pay-TV verschwinden«, so Schächter.
In seinen Beratungen zum Jugendmedienschutz widmet sich der Fernsehrat intensiv den Onlineangeboten des ZDF. Auch für sie spielt der »präventive Jugendmedienschutz« eine entscheidende Rolle, denn auch für die Internetangebote, die für Kinder und Jugendliche besonders geeignet sind, gelten die »Richtlinien für die Sendungen des ZDF«. Sie gehen über den vom Gesetzgeber erlassenen »repressiven Jugendmedienschutz« hinaus. Der Fernsehrat würdigt besonders auch die Bemühungen des Senders, im Rahmen der rechtlichen und inhaltlichen Möglichkeiten die ZDF-Onlineangebote möglichst umfassend in Unterrichtszwecke, insbesondere in die Vermittlung von Medienkompetenz, einzubringen.
Auch im digitalen Zeitalter wird 3sat ein anspruchsvolles Kultur- und Wissenschaftsprogramm aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bleiben. Zu diesem Resümee kommt der Intendant während der Beratung seines Berichts »20 Jahre 3sat – Bilanz und Perspektiven«. In den zurückliegenden 20 Jahren sei 3sat unter der Federführung des ZDF ein »kulturpolitischer Faktor in der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft« geworden. Der Fernsehrat begrüßt mit Nachdruck die Initiative der Ministerpräsidenten der Länder, ARD und ZDF um Prüfung zu bitten, ob das Gemeinschaftsprogramm 3sat auf deutscher Seite in die alleinige Zuständigkeit des ZDF überführt werden kann.
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