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Standort 2003/2004
Das Jahr 2003 hat im Blick auf die nächste Gebührenerhöhung für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu einer Grundsatzdiskussion von bisher nicht gekannter Schärfe und Härte geführt. Und es wird diesmal nicht bei einer bloßen Diskussion bleiben: Den Worten müssen und werden auch Taten folgen. »Selbstverpflichtung« lautet das Stichwort des Siebten Rundfunkänderungsstaatsvertrags. »Selbstbindung« ist der Schlüsselgedanke für eine konstruktive Lösung dieses konkreten Konflikts. Wer dem Gemeinwohl verpflichtet ist, muss sich auch selbst einschränken, wenn die übrige Gesellschaft in die Pflicht des Sparens genommen wird. »Selbstbindung« heißt insofern auch Selbstbeschränkung, selbst wenn sie für jeden Beteiligten schmerzhaft ist. Wer sich in der jetzigen Situation nicht bewegt, wird auch gesellschaftlich nichts bewegen. Wer nicht selbst Vernunft walten lässt, darf sie auch von anderen nicht verlangen. Und wer in der notwendigen Beschränkung unabhängig bleiben will, muss seine Pflichten selbst erkennen und von sich aus danach handeln.
Tisch auf vier Beinen: Programmauftrag
Die obersten Pflichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks betreffen seinen gesellschaftspolitischen Kernauftrag. Er weist das Medium als Informations- und Kulturmedium aus, erschöpft sich allerdings nicht in reinen Informations- und Kultursendungen, sondern durchdringt ein Vollprogramm in all seinen Genres. Die Vielfalt der Genres ist in den vier Programmsäulen der Information, der Kultur, der Unterhaltung und des Services zusammengefasst. Auf ihnen steht das Programm wie ein Tisch auf vier Beinen. Fehlt ein Bein, gerät alles, was vom Tisch getragen wird, in eine Schieflage.
Erstes Standbein: Information
Das erste Standbein ist die Information. Unter allen Vollprogrammen des deutschen Fernsehens wurde das ZDF-Hauptprogramm im Jahr 2003 mit 51,3 Prozent Informationsanteil zum Hauptanbieter dieses Genres. Die abstrakte Zahl bedeutet konkret: Jede zweite Sendung gehört der Information. Darunter sind täglich dreieinhalb Stunden Information über das aktuelle Zeitgeschehen in Nachrichten und Tagesmagazinen. Mit diesem deutlichen Programmschwerpunkt übernimmt das ZDF als elektronisches Meinungsforum auch eine führende und unverzichtbare Rolle innerhalb unserer Mediendemokratie. Ein Informationsmedium trägt aber keine Gesellschaft, wenn es nur reißerisch den Unfall des Tages, die Entführung der Stunde und womöglich noch eine Explosion des Augenblicks live vor Augen führt. Das Gezeigte darf in seiner Aktualität nicht nur das Psychologische, Emotionale und Spektakuläre bedienen, sondern muss auch eine objektiv greifbare Relevanz und Virulenz für die Gesellschaft besitzen. So hatte das ZDF im Jahr 2003 ganze Thementage mit umfassenden und vertiefenden Sach- und Hintergrundinformationen in den Regelsendungen eines Programmtages eingeführt, beginnend mit dem »Rententag«. Zum Jahresende folgten mit der Reihe Deutschland Dokumentarisch sieben Dokumentarfilme von Nachwuchsregisseuren zum Arbeitsmarktthema »Absolute Beginner – Der erste Job«.
Auch außenpolitische Themen, die zwar räumlich weit entfernt scheinen, sind uns im Zuge der Globalisierung zeitgeschichtlich so nahe, dass sie eine ähnlich hohe Relevanz besitzen. Die dramatischen weltpolitischen Ereignisse des Jahres 2003 mit dem Irak-Krieg und einer Fülle von Terroranschlägen im Nahen Osten und der übrigen Welt haben gezeigt, wie unverzichtbar ein schnelles, flexibles und dennoch kompetentes Reagieren auf die Tagespolitik in Nachrichtensendungen und ergänzenden Sondersendungen ist. Die Berichterstattung über den Irak-Krieg im Frühjahr hat einmal mehr vor Augen geführt, worin die öffentlich-rechtlichen Stärken mit ihrer klaren Maxime »Be first, but first be right« liegen. Sie hat einmal mehr unterstrichen, was es bedeutet, aktuelle Ereignisse nicht nur vor imposanter Kulisse dramatisch zu kommentieren, sondern sie auch aus einem vor Ort gesammelten Detailwissen heraus zu verstehen, einzuordnen und auszudeuten.
Von daher ist es folgerichtig, dass das Interesse an den ZDF-Nachrichtensendungen »heute« und »heute-journal« 2003 signifikant gestiegen ist, erfreulicherweise auch bei den jüngeren Zuschauern. Die »heute«-Familie ist und bleibt damit das Flaggschiff der übrigen ZDF-Informationsprogramme, die dem vertiefenden Hintergrund und der investigativen Recherche dienen: »Frontal 21« war 2003 das meistgesehene politische Magazin. »WISO«, inzwischen 20 Jahre alt, ist nach wie vor das am intensivsten nachgefragte Wirtschaftsmagazin. »Berlin direkt« war das mit Abstand erfolgreichste Themenmagazin der Hauptstadt-Berichterstattung. Auch das »auslandsjournal«, nunmehr 30 Jahre alt, gehört mit seinem weltweiten Korrespondentennetz zu den renommiertesten Magazinen des deutschen Fernsehens. Und die lange Tradition aller vier Magazine untermauert, dass es sich nicht um notdürftig herbeizitierte Alibi-Sendungen handelt, sondern um eine langjährig gewachsene, aufeinander abgestimmte Gesamtstruktur, wie sie nur in einem öffentlich-rechtlichen Vollprogramm zu realisieren ist. Die Struktur bedeutet konkret, dass das ZDF zum Beispiel an einem einzigen Dienstagabend mehr Information als der Marktführer RTL in einer ganzen Woche anbietet. Von »Konvergenz« also keine Rede. »Information« ist und bleibt in einer immer komplexeren und komplizierteren Welt spezifisches, unverwechselbares Kern- oder Herzstück des öffentlich-rechtlichen Programmangebots.
Zweites Standbein: Kultur, Bildung und Wissen
Ein zweites Programmbein betrifft den gesamten Bereich von Kultur, Bildung und Wissen und zeichnet das ZDF zusätzlich als Kulturmedium aus. Dabei geht es nicht um den Luxus einer Elitekultur, sondern um die notwendige Vermittlung jener Alltagskultur, die ein breites Publikum betrifft: In einer von Wissenschaft und Technik dominierten Lebenswirklichkeit ist der Bedarf nach Aufklärung und Orientierung mit großer Dynamik gewachsen. Menschen brauchen Wegweiser und Wegbegleiter, um mit dem rasanten Innovationstempo Schritt zu halten. Kontinuierliches Lernen gehört heute zur Lebensgestaltung und Lebensbewältigung. Fernsehen als Medium aus Wort und Bild ist hierfür der optimale Vermittler komplizierter Sachverhalte auf anschauliche, also allgemein verständliche Weise.
In diesem Sinne hat das ZDF 2003 den Umfang seiner Wissens- und Wissenschaftssendungen weiter ausgebaut: Am 19. März 2003 hat Wolf von Lojewski, zuvor Frontmann des »heute-journals«, die Moderation von »Abenteuer Wissen« übernommen. Mit alter Neugier und neuem Biss hilft er seitdem, konkrete Fragen des Alltags aus Natur und Technik, Psychologie oder Geschichte sach- und fachgerecht, Interesse weckend und spannend zu verfolgen. Die behandelten Themen betreffen dabei nicht nur generelle, sondern bedarfsweise auch aktuelle Probleme, etwa in einem »Abenteuer Wissen spezial« die im Sommer 2003 ausgebrochene Lungenseuche SARS. Daneben hat »Abenteuer Forschung«, unter dem Namen seines Anchormans »Joachim Bublath«, ein modernes Relaunch mit aktuellen Forschungsthemen wie der jüngsten Landung von ersten Robotern auf dem Mars erfahren. Beide Sendungen, »Abenteuer Wissen« und »Abenteuer Forschung«, waren 2003 mit jeweils über zwei Millionen Zuschauern die akzeptanz- und imagekräftigsten Wissenschaftsmagazine des deutschen Fernsehens. Das ZDF wird seinen Kompetenzvorsprung in diesem Zukunftsgenre noch weiter ausbauen.
Mit jährlich insgesamt rund 500 Dokumentationssendungen – das sind zehn Mal so viele wie bei SAT.1 – ist das ZDF der namhafteste Programmanbieter von Dokumentationen und der führende Wissensvermittler unter den deutschen Vollprogrammen. Zu dieser Angebotspalette gehört eine Vielfalt von zeit- und kulturgeschichtlichen Dokumentationen, um der Verwurzelung der Menschen in ihrer Kultur und Geschichte Rechnung zu tragen. Der Bereich von Bildung und Wissen wird komplettiert durch Kulturprogramme im engeren Sinne: Bereits seit 35 Jahren eine feste Programmgröße, ist »aspekte« das älteste Kulturmagazin seiner Art. Nach seiner Öffnung für aktuelle, kulturpolitische Zusammenhänge ist es heute nachgefragter denn je. Neu hinzugekommen ist 2003 das Literaturmagazin »Lesen!« mit Elke Heidenreich, das auf Anhieb die Zuschauerzahlen des »Literarischen Quartetts« um ein Mehrfaches überboten hat.
Darüber hinaus bewährt sich gerade im Kulturbereich der einzigartige ZDF-Verbund des Hauptprogramms mit seinen kulturell ausgerichteten Partnerprogrammen 3sat, ARTE und seinem digitalen Theaterkanal sowie seinen programmbegleitenden Online-Angeboten. Damit kann jeder Kulturinteressierte durch einen vernünftigen Umgang mit der Fernbedienung das Medium rund um die Uhr als Kulturmedium nutzen, was in den viel beschworenen »guten alten Zeiten« nicht einmal annähernd der Fall war. Es gibt heute mehr ZDF-Kulturangebote als je zuvor. Und dies ist auch erforderlich: Vor dem Hintergrund der Internationalisierung von Strukturen im Dualen System der Bundesrepublik, auch vor dem Hintergrund der hiesigen Internationalisierung der Gesellschafter, denen die nationale Kultur offensichtlich nur wenig bedeutet, wird es alleine der öffentlich-rechtlichen Seite zukommen, Forum und Bündnispartner der Kulturschaffenden hierzulande zu sein.
Drittes Standbein: Service und Ratgeber
Die Informationsfunktion des Mediums im Bereich der Tagespolitik und seine Orientierungsfunktion im Bereich der Alltagskultur gehen nahtlos über in seine dritte Funktion als Ratgeber: Die zunehmenden Anforderungen an die persönliche Lebensführung einer modernen Gesellschaft erhöhen fast täglich den Bedarf an Know-how zur Bewältigung der Alltagsprobleme. Kompetente, unmittelbar verwertbare Informationen, sprich: Orientierungshilfen beim Gebrauch neuer Konsumprodukte oder Dienstleistungen, bilden einen Schwerpunkt der ZDF-Serviceprogramme. Hierfür stehen insbesondere das themenübergreifende Magazin »WISO« oder die wegen ihrer großen Nachfrage 2003 verlängerte morgendliche Sendung »Volle Kanne – Service täglich«. Für die praktische Abfrage der dort gezeigten Ratschläge rund um die Uhr sind die neuen technischen Möglichkeiten der Online-Dienste geradezu prädestiniert und aus dem programmbegleitenden ZDF-Angebot nicht mehr wegzudenken.
Viertes Standbein: Unterhaltung
Das vierte, umkämpfteste Programmstandbein ist die Unterhaltung. Trotz aller Konvergenzdebatten über eine gegenseitige Annäherung der öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Programme gerade im Unterhaltungsbereich muss man differenzieren: Was dem legitimen Bedürfnis des Menschen nach natürlicher Entspannung dient, muss deshalb keine eskapistische Zerstreuung sein. Unterhaltung kann auch verbunden werden mit den Themen der drei übrigen Programmbereiche: Sie kann ebenso einer Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit dienen wie der Herausbildung individueller oder gesellschaftlicher Werte wie auch der Weitergabe von Erkenntnissen und Erfahrungen.
In diesem Sinne hat sich das ZDF, bei 25 Prozent seines Programms mit fiktionaler Offerte, insbesondere im Fernsehfilm der Woche am Montag als der große Geschichtenerzähler auf der Höhe der Zeit erwiesen. Mit 100 neuen, originalproduzierten Fernsehfilmen, mit denen das ZDF für die Produzentenlandschaft der wichtigste Einzelbesteller ist, wird der Sender auch mittelfristig bis 2006 weiter auf unterhaltende, anschauliche Weise die menschlichen Möglichkeiten des Umgangs mit Lebensfragen des Zeitgeschehens und der Zeitgeschichte szenisch durchspielen. Neben der fiktiven Unterhaltung macht das viel diskutierte Genre der Show lediglich fünf Prozent am Gesamtprogramm aus. Hierbei beweist »Wetten, dass …?« als Europas erfolgreichste Unterhaltungssendung seit über zwei Jahrzehnten nachhaltig, was generationenübergreifende und damit integrierende Unterhaltung bedeutet.
Der »runde Tisch«: Integration
Alle vier Standbeine des öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrags geben nicht nur Orientierung, sondern orientieren sich auch selbst an dem, was die Gesellschaft braucht, was sie als Gemeinschaft zusammenhält. Denkt man das Bild des Tisches weiter, so ist er, beispielsweise in Form eines so genannten »runden Tisches«, selbst ein Medium, das Menschen um ihn herum versammelt. Das Fernsehen ist das Medium, Forum und Podium, das die Gesellschaft versammelt und das Gesellschaftsgespräch fördert. Das ZDF als nationaler Sender aller 16 Bundesländer ist als integrative Kraft hierfür in exzeptioneller Weise prädestiniert. In dieser fünften, übergeordneten Integrationsfunktion verbinden sich die vorherigen vier Programmfunktionen. Hier werden die »öffentlich-rechtlichen« Programme ihrem Namen – im wörtlichen Sinn – gerecht, indem sie tatsächlich die »öffentlichen« Themen der Gesellschaft diskutieren, fördern und pflegen und nicht wie Teile des »Privatfernsehens« – auch hier nomen est omen – zunehmend in immer privateren, intimeren Themen stecken bleiben. Gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit gibt es auf dem großen Feld öffentlicher Themen einen immensen Informations- und Diskussionsbedarf. Dies bedeutet allerdings auch für das eigene Verhalten eines öffentlich-rechtlichen Senders: Angesichts knapper Kassen geht es in der gegenwärtigen Gebührendiskussion darum, einerseits den umfassenden Programm- und Gesellschaftsauftrag zu erfüllen, ihn andererseits aber auch so kostenbewusst und effizient wie möglich umzusetzen.
Standfestigkeit: unverwechselbares Programmprofil
Was ergibt sich aus alledem? Wo steht das ZDF nach 40 Jahren? Wo steht das Duale System nach 20 Jahren? Wie steht es mit der viel beschworenen Konvergenz beider Systemteile? Worin besteht die heutige und künftige Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Stimmt die beliebte und bequeme These einer Boulevardisierung sämtlicher Programme? – Gerade dieser Vorwurf hatte sogar jenes ZDF-Programmevent des Jahres getroffen, in dem eine Suche nach den »100 größten Deutschen« gestartet wurde. Doch das Gegenteil war der Fall: Hier wurde keine Kultur boulevardisiert, sondern Unterhaltung kultiviert. Wenn in einer Unterhaltungssendung unter Fachleuten über die Verdienste von Adenauer und Brandt, von Gutenberg und Luther, Goethe und Einstein gestritten wird, dann ist dies kein kulturgeschichtlicher Rückschritt, sondern ein programmgeschichtlicher Fortschritt. Plötzlich hat sich auch die breite Masse mit den größten Persönlichkeiten beschäftigt – unter denen zwar auch ein Daniel Küblböck als Nummer 16 wie ein störender, aber der aktuellen Publicity geschuldeter Fremdkörper erschien. Die Boulevardisierung trat erst ein, als das Format wenig später unter dem Titel »Die 100 nervigsten Deutschen« auf ProSieben verballhornt wurde. Entsprechend waren die Sieger: Da Tote nicht mehr nerven, siegten hier die aktuellen Bildschirmhelden Daniel Küblböck und sein Mentor Dieter Bohlen.
Beide Ansätze zeigen die unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Dimensionen der Grundauffassung von Fernsehen. Da beide Sender das Format weiter verfolgen, handelt es sich beim direkten Vergleich beider Personen-Charts nicht um eine zufällige Konfrontation zweier Einzelsendungen, sondern um einen »Nervpunkt« und Scheidepunkt des Dualen Systems. An ihm zeigt sich, dass in öffentlich-rechtlicher Sicht nicht die Zeit oder ihre Zeitgenossen nerven, sondern, dass die Zeitgenossen am Nervpunkt der Zeit sind, also dort, wo es um aktuelle Entscheidungen für unsere Gegenwart und weitere Zukunft geht.
Es reicht nicht, einzelne Formate und ihre Quoten gegeneinander aufzurechnen. Wer das Duale System ernsthaft betrachten will, muss genau unterscheiden. Und er wird erkennen, wie sehr die Beurteilung von Programmen weniger abhängig ist von einzelnen Formaten als von deren Umsetzung in Inhalt und Qualität. Öffentlich-rechtliches Fernsehen ist sich und der Gesellschaft in allen relevanten Formaten eine Premium-Qualität schuldig. Dies gilt für einzelne Programme wie für das Gesamtprogramm. Dessen Vielfalt ist Teil seiner Qualität. Der duale Wettbewerb wird daher nicht von jenem Anbieter entschieden, der mit den besten Quoten und mit schwarzen Zahlen seine Jahresbilanz wirtschaftlich am erfolgreichsten abschließt. Die Grundfrage muss lauten: Was ist das Medium für die Gesellschaft wert? Sind es die Menschen in unserer Gesellschaft nicht wert, dass man ihnen das bestmögliche Fernsehen anbietet, dass sie an einem stabilen, hinreichend großen Tisch sitzen, an dem ein jeder Platz findet, an dem nicht nur gespeist, sondern auch verhandelt wird? Wer diese Frage verneint und den Hobel an die öffentlich-rechtlichen Programme anlegt, muss wissen – und verantworten –, was er damit gesellschaftlich abschleift.
Das ZDF sieht das wichtigste Kriterium seiner Selbstverpflichtung darin, dass es sein Programmprofil nicht selbst abschleift. Solange es seinen Gesellschaftsauftrag unterscheidbar und unverwechselbar mit erkennbarem Programmprofil umsetzt, ist und bleibt es in unserer Medienlandschaft unersetzbar.
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